Herstellung

Färben mit Waid ist langwierig und anspruchsvoll – damals wie heute im Ergebnis jedoch einzigartig. In unserer Manufaktur färben wir nach alter Tradition und voller experimentierfreudiger Offenheit.

Anbau und Ernte

Die zweijährige Pflanzen werden in Reihen auf einem kleinen Acker nördlich Erfurts kultiviert. Dreimal jährlich können die Blätter geerntet werden.

Farbstoff und Färbebad

Die Blätter enthalten das farblose Glykosid Indican, das nach der Ernte enzymatisch gespalten und zum blauen Indigo oxidiert wird.

Das Färbebad wird ›Küpe‹ genannt, was in etwa ›Topf‹ bedeutet.

Die vollständige Umwandlung nach einem Färbevorgang nimmt etliche Stunden in Anspruch.

Färben von Textilien

Geeignete Textilien, wie Seide, Baumwolle oder Leinen, werden in handwerklich anspruchsvollen Durchgängen in dem waidtypischen intensiven Blau gefärbt.

Nach dem ersten Bad kommen die Textilien maigrün aus der Küpe. In der Reaktion mit dem Luftsauerstoff entsteht dann die Blaufärbung.

Herstellung von Künstlerfarben

Mit Waidpigment kann natürlich auch gemalt werden. Hierfür stellen wir Aquarellfarben und Pastellkreiden aus selbsterzeugtem Waidpigment her.

Waid-Workshop besuchen?

Wir veranstalten auch Workshops, bei denen in kleinen Arbeitsgruppen eine Färbe-Küpe bereitet und verschiedene Textilien gefärbt werden können. Für eine individuelle Planung setzen Sie sich bitte gern direkt mit uns in Verbindung.